Spatzenvorkommen in Berlin
AKTUELL: Bei der Zählung der Gartenvögel im Mai 2026 hat der Haussperling in Berlin weiter verloren. Nachdem er in 2025 bereits 28 % weniger Sichtungen erreicht hatte, musste der Spatz im Mai 2026 einen weiteren Rückgang von 35 % hinnehmen. Berlin verliert seine Spatzen. Bundesweit gingen die Zahlen um 3 % zurück.
Berlin ist nicht nur Bundeshauptstadt, sondern auch Hauptstadt der Spatzen. Zumindest war dies bis zum Winter 2025/2026 der Fall. Bei der Winterzählung der Vögel – aufgerufen durch den NABU – ist der Spatz jedoch von seinem Spitzenplatz auf den zweiten Rang abgerutscht.
NEU für MOBIL UND HANDY: Nutze unsere Spatzen-APP zur Meldung:
In Berlin wurden je Garten nur noch 3,49 Spatzen gezählt. Angetroffen wurde der Haussperling in knapp 44 % aller Gärten. Fünf Jahre zuvor in 2021 waren es immerhin 8,84 Spatzen in 68% aller Gärten.

Seit 2011 war immer der Haussperling auf Platz 1 der meistgemeldeten Vögel platziert. In Berlin musste der Spatz jedoch einen Rückgang von 46 % gegenüber der Winterzählung 2025 hinnehmen.
Ein dramatischer Einbruch für Berlin, der sich bereits im Sommer 2025 abzeichnete. Auch im Sommer 2025 wurden bereits 28 % weniger Spatzen in Berlin gesichtet.

Natur Pur-Stiftung setzt sich für den Spatzen in Berlin ein
Die Natur Pur-Stiftung greift dem Spatzen mit dem projekt „Platz für den Spatz“unter die Flügel. Unser Ziel ist es, Spatzenvorkommen zu kartieren, zu überwachen und zu unterstützen. Die Natur Pur-Stiftung mit seinem Stifter Ralf Becker hat es sich zum Ziel gesetzt, Platz für den Spatz einzuräumen und ihm zum Beispiel durch spezielle Nistkästen für Spatzen Nistmöglichkeiten zu beschaffen.

Eine Kartierung von Spatzen-Vorkommen in Berlin ist wichtig, um Bestände erfassen und erhalten zu können.
Hast du Spatzen in deiner Umgebung in Berlin gesichtet? Dann melde uns die Spatzen-Vorkommen jetzt unter: Spatzen Melden
Berlin verliert den Titel Spatzenhauptstadt
Die Berliner hatten und haben ein Herz für ihre Spatzen. Die Stadt bietet für die kleinen Vögel in vielen Bereichen ideale Lebensräume. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Hauptstadt fast völlig zerstört.
Sehr viele Gebäude wurden abgerissen, aber nicht wieder aufgebaut. In einigen Stadtteilen gibt es heute noch Baulücken, die in den vergangenen 80 Jahren nicht geschlossen wurden. Ein Traum für Spatzen, die sich in diesen wilden Ecken hervorragend vermehren konnten.
Berlin verändert sich – weniger Spatzen in Berlin
Bedingt durch die Teilung der Stadt boten sich den Sperlingen hervorragende Bereiche, die vor dem Betreten durch Menschen gesichert waren. Den Spatzen war die Teilung in Ost und West schnuppe.
Seit 1999, dem formalen Umzug der Bundesbehörden und Ministerien nach Berlin, veränderte sich die Stadt zusehends. Lücken werden geschlossen, der Todesstreifen wird zugebaut.

Berlin als Stadt hatte auch nie viel Geld. Da durften Hecken und Büsche auch jahrelang wachsen. Die Spatzen haben sich darin versteckt und vermehrt.
Aber nun werden diese Grünstreifen geschnitten, Hecken oft auf Stock gesetzt. Bei Gebäuden, auch öffentliche Gebäude, steht eine Kernsanierung an. Mauernischen oder offene Dachritzen werden geschlossen:
Der Brutraum für die Spatzen in Berlin geht verloren.
Dazu kommt erschwerend der Nahrungsmangel hinzu. Durch den Wegfall zahlreicher Grünstreifen durch Versiegelung, haben die Spatzen Probleme, genügend Insekten für die Aufzucht ihres Nachwuchses heranzuschaffen.
Karte der Spatzen-Vorkommen in Berlin
Hier zeigen wir die Spatzenvorkommen in Berlin.
Wir danken allen Meldern von Spatzen-Vorkommen aus unserer Bundeshauptstadt. Hast du auch Spatzen in deiner Umgebung gesichtet? Dann melde uns diese bitte unter Spatzen Melden. Danke für deinen Einsatz für unsere Spatzen.
Karte zu den Spatzenmeldungen in Berlin seit April 2026:
Die aktuelle Karte zu den Spatzen-Vorkommen findest du auf unserer neuen Spatzen-App:
Karte zu den Spatzen-Vorkommen
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