Spatzen-Vorkommen in Bayern
AKTUELL: Zählung der Gartenvägel Mai 2026
Bei der Zählung der Gartenvögel vom 08. – 10. Mai 2026 (initiiert vom NABU) beteiligten sich in Bayern 9.620 Vogelliebhaber und zählten 172.888 Vögel. So wenig Vögel wie noch nie seit dem Aufruf des NABU, obwohl sich immer mehr Vogelmelder beteiligen.
Der Haussperling (Spatz) hat im Ländle weiter an Bestand verloren. Nachdem er in 2025 bereits 2 % weniger Sichtungen erreicht hatte, musste der Spatz im Mai 2026 einen weiteren Rückgang von 5 % hinnehmen. Es wurden nur noch 27.198 Spatzen gesichtet, 2020 waren es noch über 38.900 Sperlinge. Bundesweit gingen die Bestände der Spatzen in 2026 um 9 % zurück.
NEU für MOBIL UND HANDY: Nutze unsere Spatzen-APP zur Meldung:
Die Natur Pur-Stiftung setzt sich für den Spatz ein
Der Spatz in Bayern ist unterschiedlich stark vertreten. Im Freistaat kann er sich besonders im Allgäu behaupten. Aber auch in Bayern ist der Spatz auf dem Rückzug.

Nach der Vogelzählung Januar 2026 durch den LBV (NABU) sank die Zahl der Spatzen pro Garten von 5,77 Vögel im Jahr 2021 auf nur noch 4,83 Haussperlinge.
Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern fiel der Rückgang gegenüber dem Jahr zuvor landesweit mit 4 % eher gering aus.
Der Spatz in Bayern konnte aber weiterhin Platz 1 der am häufigsten gemeldeten Gartenvögel behaupten.
Natur Pur-Stiftung setzt sich für den Spatzen in Bayern ein
Unter dem Projekt „Platz für den Spatz“ setzt sich die Natur Pur-Stiftung für den Erhalt der Lebensräume und der Brutplätze der Spatzen – auch in Bayern – ein.

Eine Kartierung der Spatzen-Vorkommen im Freistaat Bayern ist wichtig, um Bestände erfassen und erhalten zu können.
Hast du Spatzen in deiner Umgebung in Bayern gesichtet? Dann melde uns die Spatzen-Vorkommen jetzt unter: Spatzen Melden
Lage für den Spatz in Bayern nicht überall gleich
Landerübergreifend war der Schwund der kleinen Piepmätze mit 4 % eher gering. Es treten aber Unterschiede in den einzelnen Landesteilen auf.
Den größten Bestandsverlust verzeichnet der Kreis Neustadt an der Waldnaab mit 30 %. Auf den nächsten Plätzen landen die Kreise Dillingen an der Donau sowie Neu-Ulm mit je 29 %. Auf Platz 3 folgt der Kreis Rhön-Grabfeld mit einem Minus von 26 %.

Positiv ist die Lage für den Spatz in Bad Tölz-Wolfratshausen. Im Süden Bayerns vergrößerte sich die Bestandsdichte der Haussperlinge um 11 %. Auch in Oberbayern, genauer gesagt im Kreis Starnberg, konnten 23 % mehr Spatzen gemeldet werden. Der Spitzenplatz geht jedoch an den Kreis Tirschenreuth mit einem Zuwachs der Spatzensichtungen von 40% gegenüber dem vorigen Jahr.
Dem Spatz geht es in Bayern nicht überall gut oder schlecht. Die Unterschiede sind zum Teil gravierend.

Wie geht es dem Spatz in Bayerns Städten?
In den größeren Städten Bayerns hat der Spatz Höhen und Tiefen. Hier eine kleine Übersicht aus der Wintervogelzählung des LBV/NABU 2026 gegenüber 2025.
Gewinner:
- Straubing +68 % (Wert muss beobachtet werden)
- Passau +19 %
- Coburg +18 %
- Lansdut +15 %
Verlierer:
- Bamberg -39 %
- Hof -38 %
- Erlangen,München, Weiden i.d.Opf. je -32 %
- Rosenheim -26 %
Wie im ländlichen Bereich gibt es auch in den Städten Bayerns Gewinner und Verlierer zu den Spatzenbeständen.
Spatzen brüten auch im Gebirge
1986 wurden brütende Spatzen am Tegelberghaus auf 1680m Höhe gemeldet. In der Regel brüten die kleinen Sperlinge nicht über 1200m Höhe. Sie meiden auch enge Täler und steile Hänge.
Karte der Spatzen-Vorkommen in Bayern
Hier zeigen wir die Spatzenvorkommen in Bayern.
Wir danken allen Meldern von Spatzen-Vorkommen aus dem Freistaat. Hast du auch Spatzen in deiner Umgebung gesichtet? Dann melde uns diese bitte unter Spatzen Melden. Danke für deinen Einsatz für unsere Spatzen.
Karte zu den Spatzenmeldungen in Bayern seit April 2026:
Die aktuelle Karte zu den Spatzen-Vorkommen findest du auf unserer neuen Spatzen-App:
Karte zu den Spatzen-Vorkommen
